Bis zur Yser: Die Front stabilisiert sich

Bis zur Yser: Die Front stabilisiert sich

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Redactie 03 September 2015 78
Im August 1914 rückten die Deutschen in südlicher und westlicher Richtung durch Belgien vor. Sie erreichten schnell die belgisch-französische Grenze, wurden jedoch an der Marne durch französische und britische Truppen zum Stillstand gebracht.
 
Die deutsche Armeeleitung änderte daraufhin ihre Pläne und probierte in einem westlichen Bogen nach Paris vorzustoßen. Die Deutschen setzten ihre Bewegungen westwärts fort und belagerten die verstärkte Festung von Antwerpen. Nach dem Fall der Hafenstadt wurden die belgischen Soldaten weiter in Richtung Küste zurückgedrängt.
 
Die belgische Armee erstreckte sich im Oktober über eine Front von vierzig Kilometern entlang der Yser. Die Armeeleitung erkannte, dass die erschöpften Soldaten den sich nähernden deutschen Truppen nicht lange standhalten können würden. Es sei denn, ein natürliches Hindernis könnte die aufrückenden Deutschen stoppen. In großer Eile wurde einen Plan entwickelt, um die Fläche zwischen der Yser und der nahe gelegenen Eisenbahnlinie unter Wasser zu setzen. Bei Flut wurden die Schleusen an der Ysermündung geöffnet, wodurch die Fläche langsam überflutet wurde. Ende Oktober stand das blanke Wasser auf der Fläche und der deutsche Aufmarsch im Westhoek war gestoppt. Die Frontlinie sollte sich in den kommenden vier Jahren kaum verschieben.