Die Hunde unter der Besatzung

Die Hunde unter der Besatzung

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Redactie 03 September 2015 50
Weil so viele Pferde und Esel im besetzten Belgien verlangt wurden, mussten Hunde noch mehr als vor dem Krieg für Zugkraft sorgen. Sie wurden vor eine Hundekarre gespannt und zogen die Milch vom Milchmann, die Brote des Bäckers, die Kinder des Bauern. Die Deutschen, die diese Verwendung nicht kannten, verurteilten Hundekarren als Tierquälerei. Es folgten dann auch Verordnungen, die es Erwachsenen verboten, auf Hundekarren zu sitzen. Im September 1917 wurde für das Halten von Hunden eine Steuer von 40 Frank erhoben. Eine Summe, die viele nicht bezahlen konnten. Noch in demselben Monat  wurden Hunde mit einer Schulterhöhe von mehr als 40 cm vom Besatzer eingefordert. Aus Widerstand oder weil sie die Steuer nicht bezahlen konnten, brachten viele Menschen ihre treuen Vierbeiner um. Auch in Zeiten des Hungers wurden viele Hunde durch ihre Herren getötet.