Ein Mord, der die Welt in Brand setzte: Der Anschlag auf Franz Ferdinand am 28 Juni 1914

Ein Mord, der die Welt in Brand setzte: Der Anschlag auf Franz Ferdinand am 28 Juni 1914

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Redactie 03 September 2015 128
Am 28. Juni 1914 wurde in Sarajewo der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand ermordet. 
 
Sarajewo war die Hauptstadt der österreichischen Provinz Bosnien. Österreich-Ungarn war ein multiethnischer Staat, der durch nationalistische Strömungen unter großem Druck stand. Ein Teil der bosnischen Bevölkerung unterstützte das unabhängige Nachbarland Serbien in seinem Bestreben, alle slawischen Völker in einem Staat zu vereinigen.  Den Besuch des Kronprinzen am Jahrestag einer historischen Niederlage der Serben sahen bosnisch-serbische Nationalisten als Provokation. Der Mord wurde durch die nationalistische Bewegung „Die schwarze Hand“ geplant. Nach zwei vergeblichen Versuchen gelang es Gavrilo Princip seine Pistole aus nächster Nähe abzufeuern.  Sowohl Franz Ferdinand als auch seine Frau kamen ums Leben.
 
Österreich-Ungarn vermutete Serbien hinter dem Anschlag und stellte Serbien das sogenannte Juli-Ultimatum, wobei sie unter anderem forderten, dass österreichische Offiziere in Serbien die Angelegenheit von Grund auf untersuchen sollten. Serbien war nicht mit den Bedingungen  einverstanden, was dazu führte, dass Österreich-Ungarn dem kleinen Land den Krieg erklärte.
 
Durch die Bündnisse, die die verschiedenen europäischen Länder miteinander geschlossen hatten, folgten die gegenseitigen Kriegserklärungen in schnellem Tempo. Russland kam Serbien zu Hilfe, Deutschland bot Österreich-Ungarn seine Unterstützung an und erklärte dem russischen Bündnispartner Frankreich den Krieg.