Amerikanische Geschäfte

Amerikanische Geschäfte

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Redactie 03 septembre 2015 78
Während des Ersten Weltkrieges war die belgische Bevölkerung von ausländischer Nahrungshilfe abhängig. Das Nationale Hilfs- und Ernährungskomitee (Nationaal Hulp- en Voedingscomité) spielte eine entscheidende Rolle in der Verteilung von eingeführten Lebensmitteln. Das Komitee öffnete hierfür eigene Verkaufspunkte, an die sich die Bevölkerung wenden konnte, um Zucker, Mais, Fleisch in Dosen, Reis und andere Grundnahrungsmittel zu kaufen. Da die Vereinigten Staaten als erste die Initiative ergriffen hatten und Hilfe brachten und auch, weil viele Produkte dorther kamen, wurden die Verkaufspunkte im Volksmund amerikanische Geschäfte genannt.
 
Einkäufe konnten in den amerikanischen Geschäften nur mit einer Rationskarte getätigt werden. So versuchte man, die zur Verfügung stehenden Produkte so gerecht wie möglich unter der Bevölkerung zu verteilen. Dennoch gab es viele Menschen, die sich Einkäufe in den amerikanischen Geschäften nicht leisten konnten. Sie waren auf kostenlose Einrichtungen für Hilfsbedürftige, wie Suppenküchen und Brotverteilungen,  angewiesen. Das das Nationale Hilfs- und Ernährungskomitee koordinierte sowohl den Verkauf in den Geschäften als auch die Fürsorge.  Mit dem Gewinn der amerikanischen Geschäfte konnte das Komitee seine kostenlosen Einrichtungen finanzieren.